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    June 18

    Das schwarze Gift

    Ist die Trauer denn so herrlich, dass du hinter deinem Handeln her trauerst?

    Taugst du denn nicht dazu deine Seele zu halten, zu pflegen, zu füttern und zu beherzigen?

    Betaste doch deinen Kinn und streichel über deinen Bart, in dem vom Weisheit fülle sein sollte.

    Unnützige Weisheit trägst du mit dir herum die für deinen Nächsten zum Leben wert wäre.

    Verschwenderisch, ohne jeden Sinn und unvorbildlich für einen achtjährigen Studenten.

    Was ein Lehrer bist du doch nur deinen Knaben.

    Unfähig den Weg zu deinem Herzen zu finden humpelst du jammernd durch die steinigen Gassen des Lebens.

    Was eine unaufmerksame Gestalt, der jeden Schritt auf der Erde mit reue bezahlt.

    Vergessen hast du wohl den Herrn, der über uns mächtig ist, bevor dein Herz bereut was du tatest,

    nun öffne die Augen vor den Strahlen der goldnen Sonne, der dir Heilung schenken möge,

    doch die wahre Heilung findest du nur in dir selbst.

    Weisheit hast du längst erlangt mit deinem Handeln, hinter das du her trauerst,

    nun befreie die Ängste aus deiner Seele um Platz zu schaffen für reine Liebe die durch deinen Adern strömt.

    Oder findest du etwa Gefallen daran mit dir selbst zu kämpfen, Nacht für Nacht in schlaflosen Stunden.

    Du Lügner deiner geliebten Menschen und deiner selbst.

    Soviel Kraft der Mensch in sich verbirgt, doch so schwach die Stärke zu nutzen.

    Welch ein Verlauf willst du der Menschheit mitgeben, der deinen Vorfahren ins Unheil führen wird.

    Du Betrüger deines Herzens, fragst du dich nicht weshalb du deiner Seele Leid zufügst?

    Oh doch, mit Sicherheit tust du dieses, sonst wären die nächtlichen Stunden nicht schlaflos du feiges Wesen.

    Du wehrst die rufe deines Herzens ab, um Glück in dem Verbotenen zu finden obwohl du doch weißt,

    dass du dein Glück im Herzen trägst und dieses Glück nicht verbieten kannst.

    Ein blinder Heuchler bist du, taub und stumm bist du.

    Jedenfalls redest du dir ein taub und stumm zu sein.

    Dir vorzumachen zu wissen was du tust und dies zu bereuen

    ist das Handeln eines unreifen Bengels, der nicht zu bereuen weiß.

    Auf einen Fehler einen zweiten folgen zu lassen könnte zum Selben werden wie –Nicht-bereuen-

    und du verfehlst ein Schritt für Schritt.

    Wann gedenkst du zu tun was du schon längst hättest tun sollen?

    Einen Gedanken daran zu verschwenden dich mit deinem Geiste zu versöhnen,

    wo es doch keine Verschwendung ist.

    Oh wie bedrückst du dich, oh wie schwächst du dich, oh wie fügst du dir Schaden zu.

    Von welcher bösen Macht wirst du bloß gelenkt,

    dass du die Werte des Menschlichen ausnutzt um dich ins Verderben zu stürzen.

    Dir auszureden unschuldig zu sein bringt dich nicht gleich zurück ins Leben,

    denn nicht nur unschuldig sondern auch schuldig bist du.

    Ein Opfer und Täter bist du. Wie deine Sensibilität die Menschheit einst verschönerte.

    Doch dies bedeutete auch gleich dein Fluch, denn leicht bist du, besessen zu werden.

    Besessen von den anlockenden Räubern der Seele die sich als hübsche Weiber bekleiden

    um dir hinterher das Herz auszureißen.

    Unschuldig und voller Neugierde blicktest du in die Welt die voller Wunder zu sein schien

    ohne zu ahnen von den wundervollsten dieser unendlich vielen Wunder erdrückt und erschlagen zu werden.

    Wie du dich in den Stunden der Wahrheit nun in die Einsamkeit zurückziehst,

    dich verkriechst um nicht gesehen zu werden, dass du bereust.

    Doch selbst eintausend Dächer könnten dich nicht beschützen vor deinem Gewissen. Vor dem schwarzen Gift.

    Je mehr Jahre vergingen desto schwärzer wurde dein Blut.

    Desto schwächer und anfälliger wurde deine Seele.

    Den schwarzen Gift wirst du  solange in dir tragen,

    bis du erkannt hast wer du bist.

    Um dann das richtige Gegengift zu finden.

     

     

     

    Sezgino   18.06.07

     

    May 02

    Wenn die großen Vögel kommen...

    Eines Morgens schlich sich Njanu aus dem Zelt seines Großvaters und machte sich auf den weiten Weg in die Stadt, ohne zu wissen wo die Stadt eigentlich ist. Um seinen schlafenden Großvater nicht aufzuwecken ging er auf den Fußspitzen bis er sich entfernt hatte. Njanu schlug den einzigen Weg ein der in die Richtung der aufgehenden Sonne führte. Er war noch nie in der Stadt gewesen. Doch da er von anderen Stammesmitgliedern, die jetzt nichtmehr da waren, mal gehört hatte, dass man in der Stadt alles vorfindet was man zum Leben braucht, hatte Njanu entschlossen sich dorthin zu begeben um Medikamente für seinen kranken Großvater zu besorgen. Nach einer Weile wo die Sonne schon heller über den steinigen Pfad strahlte traf Njanu einen bärtigen Mann mit einem Stock in der Hand der auf einem Felsen saß.

    „Hallo, kleiner Mann“, sagte dieser. Njanu war erst Acht. „Wo geht’s denn hin?“.                                     

     „In die Stadt“, bekam der Mann zur Antwort. „Mein Großvater ist krank. Ich bringe ihm Medikamente. Kannst du mir sagen wie ich in die Stadt komme?“

    „HaHa“  lachte der Mann. „In die Stadt also. Du bist aber ein tapferer Bursche. Doch ich fürchte ich werde dich nicht gehen lassen kleiner.“

    „Wieso denn nicht?“ fragte Njanu.

    „Weil du noch viel zu jung bist um so eine weite Strecke zu laufen.“ sagte der Mann.

     „Außerdem ist es zu gefährlich. Siehst du die beiden großen Berge? Hinter diesen Bergen liegt die Stadt. Selbst wenn du es versuchen würdest. Das ist keine Strecke für einen Tag.“

    „Aber ich muss dahin.“ erwidert Njanu. „ Mein Großvater ist krank. Ich muss ihn Medikamente bringen.“

    „ Was hat denn dein Großvater, Junge?“ fragte der Mann. „Wie konnte er dich nur los schicken? Oder lügst du mich etwa an?“

    „ Nein, mein Großvater ist krank. Ich muss mich beeilen. Ich habe mich aus dem Zelt geschlichen. Er schläft.“ Njanu fing an weiter zu laufen während er die letzten Worte noch sprach ohne den Mann weiter zu beachten, doch er drehte sich wieder zu ihm hin als er ihm etwas zurief.

    „Wie ist dein Name, Junge?“

    „Ich heiße Njanu“, rief der kleine Junge zurück.

    „Njanu, sei vorsichtig, Junge“, rief ihm der Mann nochmals zu. „Es ist ein steiniger Weg bis in die Stadt. Hinter diesem Berg wirst du ein Stamm vorfinden. Begib dich dorthin und lege eine Rast ein. Erzähle denen von deinem Vorhaben.“

    Njanu ging seinen Weg über Staub und Steine und sein Hals war ausgetrocknet als die Sonne am höchsten stand und er endlich den Stamm erreichte von dem der Mann ihn erzählte.

    Njanu lief etwas steil hinunter auf die spielenden Kindern zu, hielt einen bescheidenen Abstand zu denen und wartete bis jemand auf ihn aufmerksam wurde.

    „Ich habe Durst“, rief Njanu dann den Kindern zu. „Kann ich von euch etwas zu trinken bekommen?“

    Ohne, dass jemand antwortete lief eines der Kinder in hohem Tempo in eines der Zelte, kam mit einer kleinen Schüssel zurück und gab Njanu zu trinken.

    „Wo gehst du denn hin?“, fragte eines der Kinder neugierig.

    „In die Stadt.“, antwortete Njanu. „Mein Großvater ist krank. Ich muss ihn Medikamente bringen.“

    Noch neugieriger standen die Kinder, die aufgehört hatten zu spielen, vor ihm und sahen Njanu aufmerksam an. Am liebsten wären sie mitgegangen.

    „Wie ist es so in der Stadt?“, fragten die Kinder. „Stimmt es, dass man dort aus jeder Ecke schöne Musik hört und man da soviel Schokolade essen kann wie man will?“

    „Ich bin nie da gewesen.“, antwortete Njanu. „Aber das stimmt. Dort gibt es viele große Häuser und sehr viele Karren die einen anfahren würden wenn man nicht vorsichtig genug ist.“

    „Was ist denn da los, Kinder?“, rief der Hirte im vorbeiziehen. Nur vier Schafe liefen vor ihm umher.

    „Der Junge möchte in die Stadt.“, erwiderten die Kinder gleichsam. „Er hatte Durst und ich habe ihm zu trinken gegeben.“, rief der anscheinend kleinste von den, der seine Schüssel wieder in der Hand hielt. Der Hirte näherte sich der Bande.

    „Junge, du kannst doch so nicht in die Stadt!“, sagte der Hirte erstaunt.

    „Sein Großvater ist krank“, antwortete eines der Kinder für Njanu. „Und er will ihm Medikamente bringen.“

    Auf die Frage des Hirten wo denn sein Großvater sei antwortete Njanu: „Er schläft gleich hinter dem Berg.“

    Nach einem kurzen Grübeln rief der Hirte einen jungen Mann zu sich der damit beschäftigt war einen Steinschleuder zu basteln und befahl ihm den Esel zu holen.

    „Ich werde den Jungen ein Stück begleiten“, sagte der Hirte. „Die Schafe finden hier sowieso nichts mehr zu fressen.

    Njanu saß nun auf einem Esel und aß Käse und Brot, das ihm der Hirte gegeben hatte und der Hirte ging neben ihm mit seinen wenigen Schafen daher. Stunden vergangen bis der Hirte endlich was zu sagen hatte.

    „Bald tritt die Dämmerung ein, Junge. Wir laufen noch ein Stück, dann legen wir Rast ein, an einem Ort wo der Esel und die Schafe was fressen können. Ich werde uns dann Feuer machen. Bei Sonnenaufgang lass ich dich dann wieder allein. Ich muss wieder zurück und werde den Esel leider auch mitnehmen müssen. Die Leute brauchen mich.“

    Als Antwort nickte Njanu nur.

    Es geschah was der Hirte geplant hatte und er lies am nächsten Morgen den Jungen allein und nahm auch seinen Esel mit. Der Hirte sagte zuletzt: „Medikamente werden unser Volk nicht retten Junge. Doch ich helfe dir, weil ich weiß, dass du Rechtes tust. Selbst wenn du ohne Medikamente zurückkommst, tust du Rechtes. Und selbst wenn du garnichtmehr zurückkommst, tust du Rechtes. Gerne hätte ich dir den Esel da gelassen, doch so ein Esel ist für einen Stamm wichtiger als für den Einzelnen. Möge Gott dich begleiten auf deinem Weg, Junge.“

     

    Die Sonne brannte hinter den zwei größten Bergen und Njanu ging darauf zu. Die zwei Berge wurden immer größer und der Junge wurde immer schwächer. Doch er beeilte sich, versuchte immer schneller zu laufen und aß ab und an von dem Käse und Brot, die ihm der Hirte mitgegeben hatte.

    Er lief bis die Sonne wieder am höchsten stand und nicht mehr wie eine rote Kugel aussah. Dann hörte er irgendwann das Geräusch eines Pferdes und einer Karre hinter sich.

    „Hoo.Hoo“ schrie der alte Mann zu seinem Pferd und zwang ihm auf gleicher Höhe mit dem Jungen anzuhalten. „Was machst du denn hier ganz allein, kleiner Mann?“ fragte der alte Mann mit einem lustigen Grinsen im Gesicht.

    „Ich muss in die Stadt. Könnten sie mich vielleicht ein Stückchen mitnehmen?“

    „Na klar, Junge“ antwortete der alte, „steig nur drauf, ich muss auch in die Stadt etwas Proviant besorgen.“

    Njanu war sehr glücklich den alten getroffen zu haben. Der alte sang ihm bis zu dem Tal der zwei großen Berge sogar einige Lieder vor, was sich für Njanu sehr witzig angehört hatte.

    „Dein Name ist also Njanu“, sagte der Alte irgendwann. „Und was willst du in der Stadt tun, Njanu?“

    „Mein Großvater ist krank, ich muss ihn Medikamente bringen.“

    Sie ritten weiter bis hinter den zwei großen Bergen, die jetzt viel größer waren und Njanu sah von da oben etwas was er noch nie zuvor gesehen hatte. Unendlich viele Häuser die aufeinander gebaut waren, soviele Straßen auf denen sich unendlich viele Karren bewegten. Von da oben sahen die Menschen aus wie Ameisen.

    Eine Gefühlsmischung aus Angst und Freude überkam Njanu und sie fuhren steil hinab in die Stadt.

    „Was brauchen sie denn an Proviant?“ fragte Njanu den Alten ganz vor Aufregung.

    „Zu Essen“ erwiderte der Alte. „Nachdem was vor zwei Nächten passiert ist brauchen wir alle dort in den Bergen viel zu Essen und sauberes Wasser.“

    „Sie meinen die großen Vögel oder?“ fragte Njanu.

    „Die großen Vögel?“ staunte der Alte. „Achja. Die großen Vögel. Genau. Richtig.“

    „Sie haben jeden von uns mitgenommen, hat mein Großvater erzählt“, sagte Njanu.

    „ Nur noch mein Großvater und ich sind übrig. Mein Großvater schläft sehr viel. Deshalb muss ich mich beeilen. Bevor er aufwacht. Er meinte ich werde meine Eltern wiedersehen, aber an einem viel schöneren Ort. Bevor er ständig müde geworden ist, hat er mir viele schöne Sachen erzählt. Jetzt schläft er sehr viel. Und ich muss schnell die Medikamente bringen bevor die großen Vögel wieder kommen und uns auch mitnehmen.“

    Ganz verwirrt von den Worten des Jungen und Unwissend was er sagen soll, sagt der Alte dann doch: „Wir werden die Medikamente schon besorgen kleiner, mach dir da keine Sorgen. Dann werden wir zusammen zurück in den Bergen fahren. Aber womit willst du denn die Medikamente bezahlen, Njanu?“ fragte der Alte und überraschte damit den Jungen, der nur starr in seine Augen blickte und nicht zu Antworten wusste.

    „Na das bekommen wir auch hin“, sagte der Alte dann. „Wir haben hier einige Sachen die wir vorerst verkaufen müssen um damit dann Proviant und Medikamente zu besorgen. Darunter drei goldene Zähne die wir den alten Leuten rausgezogen haben, haha.“ Bei dem letzten Satz lachte der Alte so laut, dass Njanu mit lachen musste.

     

    Njanu lag auf der Karre und konnte erst vor Aufregung die Augen nicht zuschließen. Der ganze Lärm der Großstadt, die ganzen Lichter und die hupenden Fahrzeuge. Die brüllenden Männer und die Musik aus jeder Ecke der riesen Bauten.

    Njanu solle sich hinlegen, hatte ihm der alte Mann befohlen, bis er die Sachen loswird. Es war schon dunkel. Im Halbschlaf sah Njanu den Alten an der Straße, der mit offenen Händen jeden Menschen ansprach der an ihm vorbeiging und Njanu schlief endlich ein.

     

    Am nächsten Morgen war ein ganz anderes Bild zu sehen als Njanu die Augen öffnete.

    Das gewöhnliche Bild, das er schon kannte. Sie waren wieder in den Bergen auf dem Heimweg.

    „Na kleiner Mann, hehe“ grinste der Alte als er bemerkt hatte, dass Njanu aufgewacht war.

    „Wie hat der Herr geschlafen, hehe?“

    „Ganz gut.“ Antwortete Njanu. „Doch wir haben zu wenig von der Stadt gesehen.“

    „Ach mein Junge, hüte dich vor der Großstadt.“ Sagte der Alte.

    „Aber wieso denn?“ fragte der Junge. „Man sagt, dass man in der Stadt ein sehr schönes Leben hat.“

    „Die Großstadt ist wie der Alkohol“, sagte der Alte ernst. „Sie ist der Schlüssel zu jeder Schlechtigkeit. Aber wenn du mal groß bist, wirst du das besser verstehen mein Junge. Hier sind die Medikamente für deinen Großvater und was zum Essen bekommst du auch. Die Geschäfte liefen gut, hehe.“

    Eine lange Strecke hatten die Beiden zurückgelegt und jedesmal wenn Njanu nach hinten geschaut hatte wurden die zwei großen Berge immer kleiner. Dann irgendwann teilte sich der Weg in Zwei und der Alte musste sich von Njanu trennen.

    „Wenn du einmal groß bist Junge“, sagte der alte Mann, „dann wirst du mir vielleicht einmal helfen. Nun sieh zu, dass du deinen Großvater zu Hilfe kommst. Friede sei mit dir kleiner Mann.“ Und sein Pferd ritt davon. Njanu versuchte auf seinem Weg die Worte des alten Mannes zu verstehen und fragte sich wieso er sich vor der Stadt hüten sollte.

    Er kam an, an dem Orte wo man ihn zu trinken gab, doch diesmal war niemand zu sehen und deren Zelte waren wie niedergeschlagen. Njanu blieb eine Weile stehen um sich zu vergewissern ob sich vielleicht doch jemand blicken lassen würde doch dies geschah nicht, so folgte er weiter seinen steinigen Weg, noch durstiger und viel schwächer als auf dem Hinweg. Kurz vor der Dämmerung entdeckte Njanu einen bärtigen Mann mit einem Stock in der Hand. Es war derselbe, den er auf dem Hinweg getroffen hatte, doch dieses Mal stand er nur da und Blickte in die leeren Täler hinunter, dann drehte er sich um als er die Schritte des Jungen vernommen hatte.

    „Na wen haben wir denn da?“, sagte der Mann. „Bist wieder zurück, und hast sogar die Medikamente dabei. Und das so fix. Du kannst echt stolz auf dich sein, kleiner Mann.“

    „Haben sie vielleicht etwas zu trinken?“ fragte Njanu den Mann ganz schwach.

    „Nein, leider nicht.“ antwortete der. „Es wird aber nichtmehr weit sein bis zu deinem Zelt.“

    Enttäuscht setzt Njanu seinen Gang fort, doch der Mann bat ihm ein Weilchen bei ihm zu bleiben.

    Nun saßen sie am Rande des Weges und schauten ruhig auf die Landschaft die langsam mit der Dunkelheit verschwand.

    „Ich muss meinen Großvater die Medikamente bringen“ brach Njanu das Schweigen. Er ist bestimmt schon wieder wach und hat starke Schmerzen.“

    „Ist dein Großvater verletzt?“ fragte der Mann.

    „Ja“ antwortete der Junge. „Er hat sich verletzt als wir vor den großen Vögeln geflüchtet sind.

    Sie haben alles zerstört. Dann hat mein Großvater hinter diesem Berg sein Zelt aufgeschlagen. Es ist sonst niemand mehr da.“

    „Die großen Vögel also“, murmelte der Mann vor sich hin, so dass ihn Njanu kaum verstand. „Ja, sie haben jeden von uns allein gelassen.“

    Njanu stand auf um weiter zu laufen, da gab ihm der Mann seinen Stock in die Hand. „Ich werde es mir bald holen.“ sagte er dabei und schaute weiter in die leeren Täler hinunter.

    Nach einer Stunde entdeckte Njanu die weißen Laken des Zeltes seines Großvaters, ging hinein und legte sich, nachdem er getrunken hatte, zu seinem Großvater der weiterhin schlief und Njanu schlief auch sofort ein.

    Es kam der nächste Morgen und Njanu wachte als erster auf und war froh wieder bei seinem Großvater zu sein. Er blieb neben ihn sitzen und wollte warten bis er aufwachte. Es vergingen Stunden. Njanu wurde müde, weil er großen Hunger hatte. Noch weitere Stunden vergingen und Njanu versuchte, den Kopf auf Großvaters Schoß liegend, mit aller Kraft die Augen auf zu behalten.

    Wieder trat die Dämmerung ein und der Großvater schlief immer noch. Dann tauchte Njanu sein Gesicht zwischen seinen Knien ein und fing an zu weinen. Da öffnete Plötzlich eine Hand das Zelt und es blickte ein bekanntes Gesicht hinein. Es war der Hirte.

    „Nu, da hast du ja was du wolltest, kleiner.“ sagte dieser. „Du hast es tatsächlich geschafft.“

    „Mein Großvater wacht einfach nicht auf.“  sagte der Junge schluchzend. „Was soll ich tun wenn die großen Vögel kommen? Dann werde ich Großvater aufwecken müssen und er wird Schmerzen haben und er wird dann nicht laufen können. Würde er jetzt die Medikamente zu sich nehmen so könnte er auch wegrennen wenn die großen Vögel kommen.“

    „Es gibt keinen Grund zu weinen.“ tröstete ihn der Hirte. „Lass deinen Großvater ruhig schlafen. Er spürt die Schmerzen im Schlaf nicht. Und im Dunkeln greifen die Vögel nicht an. Komm also mit mir, ich werde Hilfe brauchen mit den Schafen.“

    „Aber was wird aus Großvater werden.“ sagte der Junge mit Tränen im Gesicht. „ Er wird bald ganz bestimmt aufwachen.“

    „Mach dir um Großvater keine Sorgen.“ antwortete der Hirte. „Dein Großvater wird die Medikamente zu sich nehmen sobald er aufwacht. Außerdem können die Vögel nicht so hoch fliegen. Wir sind hier auf der Bergspitze. So hoch schafft es ein Vogel niemals.“

    „Darf ich mit den Schafen dann auch aufs Land?“ fragte Njanu.

    „Aber sicher“, antwortete der Hirte, „die Schafe gehören von nun an uns beiden. Und soll ich dir mal was sagen. Meine Schafe machen den großen Vögeln Angst. Deshalb werden wir beide jeden Menschen beschützen. Wir ziehen zusammen um die Dörfer und verjagen die großen Vögel. Was sagst du dazu?“

    Selbstbewusst stand Njanu auf und ging mit den Hirten mit.

     

     

    (Sezgino   01.05.2008)

     

     

    March 10

    Maisha

    Man tritt dominant in ihren Haus ein, geht ein paar neugierig und begierige Schritte auf sie zu, packt sie am Arm und reißt sie wie Wild hinaus. Mitten auf dem Hofe des Dorfes liegt sie nun da, beobachtet von den Menschen die sie umgeben, deren hilflose Blicke sie versucht zu erwidern. Mit den flachen Händen auf die rote Erde gestützt hebt sie ihren schweren Oberkörper langsam hoch um zu erkennen was eigentlich geschehen ist und sie stellt fest in was für einer Lage sie und ihre Dorfmitbewohner sich befinden. Als wären sie gezwungen zu ihr hinzusehen, als hält man ihnen ein Messer an die Kehle damit sie zusehen was gleich mit ihr geschehen wird. An den trüben Gesichtern ist zu erraten was gleich geschehen wird. Man fasst sie von hinten fest an den Haaren und zwingt sie und bringt sie dazu sich auf den Rücken zu legen, man schlägt auf sie ein, tretet und bespuckt sie. Man zerrt ihre Kleider vom Leibe. Sie hat aufgehört, denn sie hat keine Kraft mehr. Sie hat aufgehört, denn sie nimmt das nichtmehr wahr was mit ihr geschieht. Sie hat aufgehört. Sie hat aufgehört sich zu wehren. Sie hat aufgehört zu weinen und zu kreischen. Es werden die letzten Züge ihrer vollkommenen Menschlichkeit sein. Sie weint nicht, doch Tränen fließen ihre Wangen entlang. Sie spürt keine Schmerzen. Doch ihr Stolz wird in  den blutigen Boden getreten, man saugt ihr ihren Glauben aus der Seele, man reißt ihr ihre Liebe aus dem Leib, man zerschmettert ihr Herz in tausend Stücke. Ihre Seele hat man ihr genommen, nur noch ihr beschmutzter Körper liegt da vor der Menge hilfloser Zuschauer. Sie ist selbst wehrlos. Sie gibt ihren Körper hin. Sie machen ihre Beine breit und stellen sich in die Reihe zu zweit, zu dritt. Sie demonstrieren ihre Macht. Sie nehmen ihr ihre Seele weg. Ihre Jungfräulichkeit. Sie wurde in einen Haufen Kot geschmissen. Sie spürt die Schmerzen nicht. Die gequälten Gesichter um sie herum verschwimmen in ihren überfluteten Augen dahin und der einzig übriggebliebene Hauch von Menschenverstand und Gefühl leitet ihre Hand in die Luft als gehört dieser lebendige Arm nicht zu dem toten Körper. Sie sammelt alles körperlich und seelische in sich was sie noch fühlt und denkt und was noch vernünftig sein könnte um ihren Arm in die Luft zu heben. Ihre Sinne sind außer Kraft. Sie hört nicht von den kreischenden Müttern um sie herum, sie hört nicht von den weinenden Babys. Doch sie fühlt es. Sie fühlt wie der Schmerz ihrer Seelen sich über ihnen wie eine riesige graue Wolke zusammenbraut. Sie riecht den schmerzlichen Gestank in der Luft und der wie eine Schlange durch ihren Körper hindurch schweift und sie sieht die riesige graue Wolke direkt über ihren Augen die gen Himmel gerichtet sind. Ihren Arm hält sie hoch, sie möchte die Wolke berühren die ganz nah über ihr schwebt um den ganzen Schmerz der Menschen mit in den Tod zu nehmen, um die Wolke in sich hinein zu saugen. Mit aller Kraft hebt sie ihren Arm so hoch es nur geht, gefolgt von trommeln, die in ihren Gedanken trommeln. Bunte herrliche Bilder ihres ganzen Lebens gehen ihr durch den Kopf und noch ein Zeigefinger entfernt ist ihre Hand von der Wolke und es trommelt immer wilder, immer heftiger begleitet von den Bildern ihrer lebensfrohen Erinnerungen die sie auf dieser wunderschönen Welt gehabt hatte. Sie rollt ihren schwachen  Zeigefinger ganz aus um die Wolke zu berühren und den ganzen Schmerz der über ihren Dorf herrscht mit in den Tod zu nehmen, die Menschen davor zu bewahren und sie lächelt in der Hoffnung die Wolke zu berühren. Es trommelt in ihr und die trommeln motivieren sie zu mehr kraft um die Wolke zu erreichen und sie bewegt mit aller Kraft ihr Zeigefinger in Richtung der grauen Wolke, die Zuschauer sehen ihren Kampf, sie sehen wie sie ihren Arm nach oben streckt, sie sehen doch wissen nicht was sie da tut. Sie sehen wie sie ihren dünnen Zeigefinger mühsam aufrollt als möchte sie auf einem Vogel am Himmel zeigen. Als hält eine höhere Macht ihre Hand fest um sie nach oben zu ziehen und Sie entdecken ein Lächeln in ihrem Gesicht was verschwindet nachdem man ihr in den Kopf schießt.

     

     

    Sezgino        09.03.2008

    December 29

    Nächte am Fenster

    Wie einsam du doch nur hinunterblickst, du lieber Stern am Himmel der von der Finsternis umgeben ist. Ich frage mich wer von uns Beiden wohl der Gefangene dieses Universums ist. Bin ich gefangener, in dieser Kugel von der ich das Gefühl hab, dass es sich immer fester zusammen zieht, dass der Äquator sich bald um meinen Hals schlingt und mich erwürgt, als du der vom Himmel festgehalten wird, dass du mich meiner Freiheit wegen beneidest. Vielleicht ist es auch nur ein amüsanter Blick den du auf mich wirst, womit du mir zeigen möchtest wie lächerlich wir Menschen doch nur sind. Was für ein lächerliches Leben wir doch nur führen…Vielleicht schaust du auch nur so fragwürdig, weil du versuchst diese Lächerlichkeit zu verstehen, sie zu begreifen. Vielleicht erhoffst du dir auch nur Jemanden hier unten zu finden der deine misslige Lage verstehen könnte. Wie kannst du dir dies nur ansehen, wie kannst du auch nur den Blick zu mir wenden, wie beschämend sollte es für dich, über mich erhabener, sein, dass du noch schaust? Die blaue Kugel die ein Blinzeln oder auch nur ein Funkeln deiner nicht wert zu sein scheint. Aber wahrscheinlich gehörst du nur zu den unerfahrenen Sternen die zu uns Menschen hinunterschauen um ihre Neugier zu stillen, denn sonst würdest du deine kostbare Zeit nicht mit mir hier am Fenster verschwenden, sonst wärst du auf Abenteuer durch alle möglichen Galaxien. Oder bist du etwa auch nur auf der Suche nach Jemanden der dich von dort oben befreien könnte, dich einfach in die Arme nehmen und sein Glück oder Pech mit dir teilen könnte? Nein lieber Stern wie könntest du nur. Lass dich vom Himmel nur festhalten, schwebe nur so dahin und schätze den Ausblick den du über das Universum hast und wage ja nicht mich meiner Freiheit innerhalb dieser verdorrten Welt zu beneiden oder sie genießen zu wollen. Nein lieber Stern nein, bleib lieber fern wie du bist. Die Freiheit die ich lebe würde dich nur verdunkeln gar auslöschen so, dass du deinen wundervollen Glanz, den wir Menschen hier auf der Erde so sehr bewundern, verlierst. Für diesen Glanz den du besitzt würde der Mensch sogar sehr viel Geld zahlen. Geld, verstehst du? Dies besitzen Menschen, die denken man könnte die Freiheit kaufen. Auch mit Geld. Sie würden dir sehr viel zahlen dafür dass du sie mal anlächelst. Doch wie würde es dich weiterbringen? Was hättest du von dem Geld? Freiheit? Andere verlorene einsame Menschen würden dir ihr Herz schenken wenn du ihre verdunkelte Seele mit auch nur etwas deines Glanzes versiehst.. Was wird mein Leben noch für einen Sinn haben wenn ich in der nächsten Nacht wieder am Fenster erscheine und du bist nichtmehr da? Und der Himmel ist um einen Stern ärmer geworden die Nacht um ein Licht dunkler. So wisse wie wertvoll du eigentlich für mich bist. Das Universum um eine Sonne ärmer, der Gott um ein Auge weniger. Bin ich es auch für dich?

     

     

    Sezgino      16.11.2007       05:07

    October 21

    Im Schatten der Einsamkeit

    Wenn der Mond in der Nacht weint,weil er denkt, dass er von Niemanden wahrgenommen wird, möchte er sich mit seinem Licht auf die Nachtfalter und allem anderen Wesen aufmerksam machen, doch gibt es nur eine einzige Taube in der Luft, den das Licht trifft.

    Die Taube, die aus Einsamkeit weit nach oben fliegt mit der Hoffnung auf unendliche Sterne zu treffen, doch keinen einzigen Stern entdeckt, weil sich der einzige Stern am Himmel sich ins Meer fallen lies um dort Fische zu entdecken, die es garnicht gibt, mit denen er sich anfreunden kann,doch keinen einzigen Fisch entdeckt,so schaut die Taube enttäuscht runter auf die Erde und beobachtet die einzige Seele, die sich dort befindet,am Rande des Meeres, der damit beschäftigt ist den einzigen Fisch aus dem Meer zu füttern.Der einzige Fisch,Die einzige menschliche Seele, beobachtet und beneidet von einer enttäuschten Taube, die nun sinnlos umherfliegt und nichtmehr aufhören möchte zu fliegen, weil sie die Hoffnung nicht aufgeben möchte, aber dies schon getan hat und bald die Kraft verliert weiter zu suchen...

    Die Seele sah wie die Sternschnuppe am Horizont ins Meer fiel und hofft sich daraus ein gutes Zeichen und schließt die Augen um sich mehr Futter für seinen Fisch zu wünschen,und der Fisch in Vergessenheit gerät,währenddessen der Mond das Meer anzieht und die Ebbe antreten lässt,der Fisch nun nach der Seele schauen möchte und sich dabei im feuchten Sand verfängt und ums Leben kommt, wonach die Seele dann die Augen öffnet und seinen Fisch tot entdeckt. Tot sein Sinn des Lebens Tot. Wofür möchte er noch Leben? Tot sein Sinn des Lebens tot. Tot ist der Fisch, der seinem Leben einen Sinn gab. Zwei sekunden aus seinem ganzen Leben schloss er die Augen und sein Fisch war tot und er flieht. Er rennt und flieht vor den Gedanken, die ihn zerfressen. Er rennt und flieht vor den Erinnerungen, die sein Herz zerschmettern, weit über ihm die Taube und er rennt durch Staub und Stein, durch Wüste und Elend, auf der Suche nach dem Wald. Bedrückt und gequält von Erinnerungen und Schuldgefühlen begibt er sich seinem Traumpfad nach in Richtung Wald, wo er sich verkriechen und verstecken kann, vor seinem tödlichen Gewissen und die Taube weit über ihm. Die Seele schleppt sich und seine geballte Last durch eine dunkle Welt, umkreist dabei fast die ganze Erde, doch noch kein Wald in Sicht. Ein Chaos der Gefühle von Sehnsüchten, Schuldgefühlen, Hass und Liebe und weit über ihm die Taube. Der einzige Fisch auf diesem Planeten. Er ist seinetwegen tot. Er kriecht Jahre lang über die Erde, über scharfe Steine. Nun ist die Seele allein. Sein Leben lang hat er sich für den Fisch verantwortlich gefühlt. Und nun ist er tot. Seintwegen. Der einzige Fisch auf Erden.Der war sonst so einsam. Die Seele kriecht. Die Taube über ihm. Begleitet von seinen eigenen Schatten kriecht er auf allen Vieren über den Boden und entdeckt aus der Ferne nun endlich den Wald, wo er sich unterziehen möchte.Erst vorm Rande des Waldes merkt er, dass nur ein einziger Baum dort im Wald steht. Der Wald besteht aus nur einem einzigen unfruchtbaren Baum. Ein einsamer Baum, an dessen,vom Mondlicht gezeichneten Umrisse zu sehen sind, dass er verwelkt. Erschöpft lehnt sich die Seele mit den Rücken an ihn. Auch die geschwächte Taube nimmt Platz auf einem Ast des einzigen Baumes und beobachtet die Seele unter ihr. Glänzende Tränen sind im Mondlicht von da oben zu erkennen. Tränen die ganz langsam fließen und runter tropfen, wie flüssige Diamanten. Tränen die die Taube an Sterne erinnern. Sterne aus dem Universum, die sie schon immer sehen wollte doch nie zu sehen bekam.Sterne, die es garnicht gibt.

    Tränen fließen wie Glut über die Seele und hinterlassen Narben fürs Leben. Die Seele schläft ein,mit dem Rücken an einem einsamen verwelkten Baum auf deren Ast eine enttäuschte Taube sitzt. Weit am Horizont das Meer.

    Alldem der Mond einen Schatten verleiht.

     

    (Sezgino, 21.10.06         05:11)

    January 21

    Mein Lebens Sinn...

    Wo hälst du dich nur auf?Wo steckst du nur du, die meine Sehnsucht weckt?

    Jede Nacht bin ich auf der Suche nach dir.

    Vergebens irre ich bei Regen und bei Hagel durch Himmel und durch Erde,

    durch Realität und Fantasie, durch Gut und Böse.

    Wo bist du nur du, die meine Sehnsucht von Nacht zu Nacht größer werden lässt,

    wie der Bau eines Turms der Gefühle auf einer zerbrechlichen Seele.

    Gib mir nur ein Zeichen.Ein kleines Zeichen, der mich auf den Weg bringt,

    der zu deinem Herzen führt.

    Wo bist du nur du, die meine Müdigkeit raubt und in meinem Schlaf eindringt?

    Du,die mich irren lässt durch Träume.Träume, die du mir so real erscheinen lässt.

    Nun zeig dich mein Lebens Sinn.Warum versteckst du dich nur?

    Bist du nicht der Stern am Himmel,der bald wieder erlischt?

    Bist du nicht der glänzende Mond, der mich beobachtet und sich hinter dunklen Wolken verdeckt?

    Oder etwa die Sonne die bald rasch untergeht?

    Wer bist du mein Sinn des Lebens?Schon seit Jahren suche ich nach dir.

    Bist du im Winter der nächtliche Schnee, der den Boden erhellt und bald wieder schmilzt?

    Im Frühling, die zauberhafte Tulpe, die bald austrocknet?

    Im Sommer die liebevolle Wärme,die bald erfriert?

    Bist du nicht im Herbst der frische Wind, der bald wieder stillt?

    Zeig mir,dass du es bist meine langersehnte Liebe.

    Wo bist du nur du,die meine Ungeduld raubt, dass die Einsamkeit über mich fällt und mich demütigt?

    Lass mich wissen,dass es dich gibt und auf mich wartest.

    Wartest du mein Lebens Sinn?Siehst du von dieser weiter Ferne?

    Aus deinem Versteck in einer geheimnisvollen Galaxy.

    Siehst du denn nicht du,die mein Herz vor Liebe blau anlaufen lässt.

    Du allerhübscheste,die mir das Glück verwehrt.

    Wer bist du nur du Geheimnisvolle,auf die ich seit Jahren warte?

    Zeig dich endlich du, die mich im Regen stehen lässt und dabei in mein Bewusstsein dringt.

    Zeig dich du, nach dir ich meine Sehnsucht benannt hab.

    Du,auf die ich nichtmehr lang warten kann.

    Du.Mein Lebens Sinn.Wo bist du nur?

    Verabschiede dich nun von den Engeln und komm her zu mir du,

    die mir zu jeder Jahreszeit ein Kuss hinterlässt.

    Sag,sind es deine Küsse meine Liebste?

    Bist du die Schneeflocke,die sanft auf meine Wange landet und zu der Träne schmilzt?

    Sind es deine Hände,die als Wind verkleidet meine Haare streicheln?

    Wenn die Sonne aufgeht und den Menschen ein Glücksgefühl verleiht;

    sag,ist es dein Lächeln was dies erschafft?

    Sags mir mein Lebens Sinn,wer du bist.

    Lass in der Nacht die Sterne funken,

    damit du aus der Ferne siehst,meine Liebste,wie ich darunter leide.

    Wie nah du mir bist und doch so weit...

    Zeig dich meine Liebe...

    Sei endlich bei mir wenn ich Sterne beobachte.

    Sei bei mir wenn ich den Mond ansehe.

    Sei mit mir bei einem Sonnenuntergang.

    Schenk mir endlich die Wärme von der du mich spüren lässt

    und lass mich dich beschützen vor Regen und Hagel.

    Ich liebe dich mein Lebens Sinn.Wer bist du nur?

     

     

    (Sezgino   19.01        23:16)

    December 30

    Unschuld (2003)

    Hab ich es bewusst getan?
    Ohne Plan, im Wahn,
    so getan als gebe ihn nicht,
    den großen Pan?
     
    War ich geistig abwesend?
    Bin ein sinnloses Wesen?
    Wie Staub?Du Besen?
    Willst Gedanken lesen,
    als wär ich es gewesen?
     
    Tat ich es im Schlafwandle?
    Bewusst umwandle mich
    und handle dann im Schlafwandle?
     
    War ich auf Drogen?
    Oder doch gelogen?
    Oder doch auf Drogen
    in hohen Bogen?
     
    War ich betrunken?
    Wie Halunken?
    Von Trunkenheit ein Funken?
    So tief, denkst du,
    bin ich gesunken?
     
    War ich besessen von Dämonen?
    Dämonen die inne wohnen,
    mich belohnen um dich zu Klonen?
     
    Oder tust du es bewusst?
    Legst die Frust an mein Brust,
    so gibts dir Lust, denkst du?
    Und mir Verlust?
     
     
    Doch sehe ich sehnen
    die Augen nach Tränen.
    Gewiss beider Seelen
    streben nach Leben.
     
    Musst du Schuld nicht
    den Schuldigen geben?
     
     
    (Sezgino         2003)
    November 28

    Wenn du schreibst und schreibst...

    Wenn du als Kind schon zuviel gedacht hast und angefangen hast deine Gedanken aufs Papier zu bringen, weil sie irgendwohin mussten, du aber nicht wusstest wo sie eigentlich hingehören und dir bis heute nicht sicher bist und nebenbei immer älter wurdest und schon mal Liebeskummer hattest, sogar eine über alles Geliebte, die du noch nach Jahren versuchst zu vergessen und nun denkst du hast kein Problem damit allein zu sein, weil du glaubst deinen inneren Frieden gefunden zu haben und mit dieser Gelassenheit weiter deine Gedichte schreibst und Nachts versuchst dich in einen rauschähnlichen Zustand zu versetzen, weil du so passendere Wörter für Emotionen findest, die du unter anderem selbst hervorgebracht hast, weil du ja etwas schreiben möchtest vielleicht, weil du jemanden brauchst, den dein Inneres interessiert oder jemanden, der deine Tränen trocknen lässt, oder wenigstens jemanden, der deine Schweißtropfen von deinem Gesicht wischt während du schreibst und du schreibst und schreibst durch die Nächte, ohne bewusst an das bisher Genannte zu denken und schreibst und schreibst mit der Hoffnung, dass jemand irgendwannmal einen Blick in deine Seele wirft, indem die Person deine Sammelmappe in die Hände kriegt und du schreibst und schreibst, weil du jemanden vermitteln willst, dass du jemanden brauchst und schreibst und schreibst mit der Hoffnung, dass jemand darauf eingeht und schreibst und schreibst nach Jahren noch und schreibst trotzdem noch weich wie ein kleines Kind und schreibst Briefe an deine Mutter, die sie nie in die Hände kriegt und schreibst sie trotzdem, obwohl sie nicht lesen kann und schreibst und schreibst immerwieder deine Fantasien auf und lässt dich einerseits als ein verrückter darstellen anderseits als ein begabter Gefühlsmensch, obwohl sie von den Zeilen nur wenig verstehen und schreibst weiter in Rätseln und wunderst dich, dass dich niemand versteht und schreibst und schreibst dann garnichtmehr und liegst die ganze Nacht da ohne irgendwelche Zärtlichkeiten, die du zwar haben kannst, doch nicht haben willst, weil du keinen Sinn darin siehst wenn Sie Zärtlichkeiten ohne das Verständnis deiner Texte anbieten und liegst da ohne die Wärme deines Nächsten, ohne Antworten auf die Fragen, die du dir selbst oder deinen Nächsten in Gedanken stellst, ohne jemanden, der deine Gedichte liest, ohne deine Gedichte, ohne dich selbst, ohne Seele, ohne Halt und Boden dann weißt du nach Jahren endlich; du bist verloren…

     

     

    (Sezgino          28.11.05                02:35)

    November 11

    Die Synphonie der Nacht

    Wenn man durch dunkle Gassen entlanggeht und Häuser betrachtet,
    die zwar ordentlich aussehn, doch man kein Leben darin entdeckt,
    außer Balkonblumen, die vom Nachtwind hin und hergeweht werden,
    genau wie das Stück Papier, was dabei in der Luft schwebt
    mit den trockenen Frühherbstblättern, die auf der Straße tanzen
    und man am liebsten mittanzen und sich vom orangenen Laternenlichtern
    beleuchten lassen würde und sich dabei eine Synphonie ausdenken würde
    um so eine Harmonie zu entwickeln, die alles dort befindende zu sich hineinzieht
    und die Amseln und Meisen aus Ihren Nestern und Gebüschen ruft
    und sie, zu dem gefühlvollen Bewegungen des Kaminrauches,
    der über den Dächern schweift, singen lässt,
    dass die paar Sterne am Himmel, die zwischen den dunklen Wolken herausschauen,
    sich wundern, wenn sie nach unten geschaut haben, als ich aus dem Haus ging...
     
     
    (Sezgino       11.11.05             02:16)

    Die Tage des Geron Zeis´

    1.

     

    „Er ist ein besonders schwieriger Fall.“ sagt Dr. Kazyl zu seinen Kollegen während beide den Patienten hinter dem Spiegel des Verhörraumes ansehen wie er da so liegt.

    „Er fantasiert ständig und nimmt die Ärzte als seine eigene Familie wahr“, sagt der Doktor erstaunt.

    „So einen Fall hatten wir noch nie.“

    Prof. Hermes denkt sich, dass er schonmal was von einer Familie Zeis gehört habe.

    -„Ich würde gern zu ihm eintreten.“, sagt Prof. Hermes als hat er dem Doktor gar nicht zugehört, aber trotzdem neugierig auf die Fantasien des Patienten ist.

    -„Ja, bitte“, bittet ihm der Doktor wonach er dem Professor die Tür öffnet.

    Als der Professor hineintretet und ein paar laute Schritte hinterlegt, sagt der Patient mit leiser Stimme: „Trete mir nicht zu nah, du hast mich enttäuscht, für Entschuldigungen ist es zu spät“. Doch der Professor tut so als hätte er nichts gehört und setzt sich auf einem Hocker neben den liegenden Patienten, dessen Blicke die ganze Zeit nur an die Decke gerichtet sind.

    „Guten Tag Herr Zeis“, grüßt ihn der Professor.

    „Mein Name ist Prof. Hermes, ich bin ab heute für sie zuständig“.

    -„Niemand ist für mich zuständig“, unterbricht ihn der Patient brüllend und das Genick mit einem Ruck zu den Professor knickend, ehe er seinen Satz vollständig ausgesprochen hatte.

    „Ihr alle seid nichts als Enttäuschungen in meinem leben“, fügt er leiser werdend hinzu.

    „Du hast mich verletzt, mein Sohn“.

    -„Womit habe ich Sie denn enttäuscht?“, fragt der Professor entgegen, als sei er tatsächlich der Sohn des Patienten.

    -„Ich hätte mein Leben für dich gegeben“, antwortet der Patient jetzt mit Tränen in den Augen.

    „Ich hätte mein Leben für euch geopfert, wenn es euch glücklich gemacht hätte.

    Ich habe doch nur für euch gelebt, doch ihr habt mich leiden lassen. Ihr habt mich allein gelassen mit den Schmerzen, die ihr mir zugefügt habt“, sagt er als verliert er seine Kraft zum reden, als rede er jetzt mit sich selbst.

    „Verrecken lassen habt ihr mich.“

    Von der Trauer des Patienten bedrückt, hockt der Professor noch neben dem Patienten, obwohl er weiß, dass der Patient eingeschlafen ist.

    Nach einer kurzen Phase des Schweigens geht er nun zurück hinter den Spionspiegel und befiehlt Dr. Kazyl die Familie des Patienten zu kontaktieren.

     

     

    2.

    Mit welchem Fuß sollte man aufstehen, wenn keins vom beiden der Richtige ist? , denkt sich Geron, der von seinen vielen Freunden „der weiche Geronimo“ genannt wird, noch im Halbschlaf.

    Wenn er an einem Morgen wie diesem aufwacht und verschlafen die Gespräche der Familie unfreiwillig mitverfolgt, die in der Küche geführt werden und die Gespräche manchmal auch um ihn handeln und er sich mal von Brüdern mal von Schwestern anhören muss, dass er zu nichts taugt, verliert er vor Müdigkeit den Überblick und hat dann das Gefühl von Spiegeln umgeben zu sein, so dass er sich dann auf die Füße hebt und als lässt er die Sonnenstrahlen freiwillig durch das Fenster auf sein müdes Gesicht schießen und vor den Strahlen dann doch nicht mehr sicher ist und dazu noch seinen Schatten entdeckt, der sich durch die Spiegelungen vervielfacht, beschäftigt er sich lustlos damit, seinen wirklichen Schatten zu suchen, mit dem er verbunden ist und er sucht als möchte er ein Rätsel oder eine Mathematikaufgabe lösen und dazu erstmal zählen muss wie viele Spiegel und dazugehörige Schatten es gibt.

    Er setzt sich verwirrt wieder aufs Bett und reibt sich sein Gesicht, als versucht er die Müdigkeit hinter sich zu lassen. Etwas gereizt ist er auch, denn bevor er von etwas Stillem geweckt wurde, war er tief gesunken in Träumen, wegen denen er nun einen Felsen von Enttäuschung an der Seele trägt.

    Als er daran denkt, sich wieder hinzulegen um sich einfach nur zu entspannen, kommt die Mutter ins Zimmer, spricht Geron an als sei er ein Baby und verlangt nach seiner Wange um ihn einen Kuss zu geben.

    Mindestens einmal am Tag bekommt er so einen Kuss zu spüren der ihn auffüllt mit Schuldgefühlen und mit einem Gewissen mit dem er, wäre es den ganzen Tag so, nicht weiter leben könnte.

    Ein unschuldiger Kuss von ihrer Liebe geleitet, der bei ihm jedoch Schmerzen hinterlässt.

    Meine Eltern leben doch noch, denkt er sich. So habe ich noch eine Chance glücklich zu überleben.

    „Doktor Kazyl hat angerufen,“ sagt die Mutter plötzlich während sie schon damit beschäftigt ist das Zimmer aufzuräumen.

    „Zu den Besuchszeiten deines Vaters möchte er sich mit dir Unterhalten.“

    Während die Mutter mit ihm spricht, schaut er aus dem Fenster und entdeckt den furchteinflössenden Jungen, der an dem Straßenrand steht und, als hätte er keine andere sicht, in Gerons Richtung schaut.

    Schweigend begibt sich Geron dann in die Küche, wo er auf seine beide Schwestern trifft, die für ihn schon eine Schüssel heiße Suppe auf den Tisch gelegt haben.

    Die große Schwester hat sie gekocht.

    Die Suppe riecht nach Trauer, denkt sich Geron nachdem er sich schon hingesetzt hatte. Er merkt, dass die kleine Schwester von dem traurigen Geruch wohl nichts mitbekommt, weil sie erkältet ist.

    Zugleich zu dem ersten Löffel überkommt ihn ein Schauer, so dass er die Suppe erst garnicht schmeckt.

    Die Blicke der älteren Schwester, die die meiste Zeit am rumwühlen ist, treffen sich mit Gerons Blicke wozu er dann fragt:

    „Schwester, hast du die Suppe denn aus deinen Tränen gekocht?“

    Die Schwester bleibt stehen und man merkt ihr ihre Nervosität auf einmal an.

    -„Ja lieber Bruder, bitte verzeih“, bittet sie bedrückt um Verzeihung.

    „Die Suppe habe ich nur für dich gekocht, du solltest darin eigentlich viel Glauben schmecken.“

    -„Was soll ich dir denn verzeihen Schwester?“, fragt er sie tröstend.

    „Weißt du denn nicht, dass es die Liebe ist, die Gott in deinem Herzen gelegt hat?“

    Als er zur kleinen Schwester hinschaut fragt er sich, ob sie wirklich erkältet ist…

     

    3.

     

    „Seit meiner Reife habe ich meinen Vater nur in Anstallten oder Krankenhäusern erlebt“, antwortet Geron auf die Frage von Prof. Hermes, wie seine Beziehung zu seinem Vater sei.

    „Deshalb hatte ich nie eine gute Beziehung zu ihm.“

    -„Wie waren denn die Besuchsmöglichkeiten, haben sie ihren Vater oft genug besucht?“

    -„Ich durfte ihn nicht oft besuchen und ich habe es nicht immer getan, wenn ich es durfte.“

    -„Wieso nicht?“ fragt der Professor als versucht er Geron etwas vorzuwerfen.

    -„Ich wollte oder konnte nicht immer zusehen, wie man ihn in den Anstallten behandelt.

    Ich bin vor dem Gefühl, das ich bekam wenn ich ihn sah, weggelaufen.“

    -„Haben sie denn kein schlechtes Gewissen?“

    -„Gewissen gab es immer, schlechtes gehört nun mal dazu in meinem Leben.

    Ich liebe meinen Vater, doch wie kann ich ihm dies zeigen wenn ich kaum Zugang zu ihm hatte oder habe? Ich verbringe unzählige Stunden damit, darüber nachzudenken wie ich ihn nachhause holen kann, wo ich mich jederzeit zu ihm setzen und mich mit ihm unterhalten kann. Habe aus diesem Grund jahrelang meine Arbeit vernachlässigt. Ein schwacher kleiner Junge war ich anfangs, nun weiß ich damit umzugehen und ich trage die Hoffnung in mir meine künstliche Vision zu verwirklichen.“

    -„Was ist das für eine Vision, die sie haben?“

    -„Sie unterhalten sich mit meinem Vater. Er ist derjenige, der hier eingesperrt ist und sie sind die Person die herauszufinden hat, wieso er hier ist. Wenn sie das Problem gelöst haben und mein Vaters Visionen, die vielleicht der Grund dafür sind, dass er hier ist, kennen lernen, dann werden sie ihre Frage selbst beantworten können.“

    -„Sie scheinen ihren Vater gut zu kennen, obwohl Sie ja, wie Sie vorgaben, nicht viel mit ihm zu tun hatten. Wie erklären Sie sich das?“

    -„Aber Herr Professor, er ist doch mein Vater.“

     

    Als Geron sich, nach dem Gespräch mit dem Professor, aus der Anstallt begeben will und nachdenklich die Fluren entlanggeht, bleibt er plötzlich auf der Stelle stehen, weil er den „Versager“ getroffen hat, der Junge aus seiner Umgebung, der mit scharfen Blicken in Gerons Richtung sieht während zwei Männer in weißen Kittel ihn abführen und dann in eines der Räume einbiegen. Furcht kommt über Geron, wenn er sich die Blicke des Jungen vorstellt.

    Geron beachtet Dr. Kazyl, der aus demselben Raum gekommen ist, indem die Männer den unheimlichen Jungen hingeführt haben, und er kommt ihn entgegen während er Papiere, die er in der Hand hält, durchwühlt. Grad´  wo Geron den Doktor auf gleiche Höhe erwischen und ihn nach dem Jungen befragen will, ruft hinter ihm Prof. Hermes nach ihm so, dass er sich umdreht und der Doktor an ihn vorbeigeht und entwischt.

    Der Professor tretet Geron zu ungewöhnlich nah und fragt ihn fast flüsternd: „Würden sie sich denn ändern können, wenn ihr Vater ihnen verzeiht, dass sie ihn allein ließen?“

     

                                            4.

     

    Wieder wacht er an einem Geschmacklosen Morgen auf und verfolgt wieder im Halbschlaf die Gespräche der Familie mit, die von der Küche kommen als träumt er grade von einem Streit. Wieder ein Tag von Gottes Tagen, an dem er das Gefühl hat von Spiegeln umgeben zu sein, so dass er sich wieder auf die Füße hebt um die Sonnenstrahlen freiwillig auf sein müdes Gesicht schießen zu lassen. Die Suche nach seinen wirklichen Schatten beginnt.

    Der bekannte Film spielt sich in seinem Kopf ab. Wieder versucht er die Spiegelungen und die Schatten aufzuzählen um sie vom Echten trennen zu können. Es fehlt ihm nur noch ein Stift, ein Stück Papier und vielleicht noch ein Taschenrechner, doch wieder kommt er nicht zum Ende und er gibt auf, wonach er sich dann aufs Bett schmeißt um sich zu entspannen.

    Seine Zeit wird knapp, denkt er sich. Es muss so langsam was geschehen.

    Der Professor hat ihn zum nachdenken gebracht.

    Geron ist in seinen Gedanken vertieft und wiederholt die Frage die ihm der Professor auf dem Flur in der Anstallt gestellt hat.

    Würde ich mich ändern können, wenn mein Vater mir verzeiht?

    Auch wenn er ihm nichts schuldig ist, so ist er doch alt und gekränkt, denkt er sich.

    Habe ich wirklich die Kraft dazu?

    Mit solchen Gedanken verfällt Geron fast in den Schlaf, doch dann stürmt die kleine Schwester ins Zimmer wonach er sich verschreckt aufhebt.

    „Komm essen“, wird ihm befohlen.„Es ist gleich zwei.“

     

    Während die kleine Schwester und Geron am Tisch sitzen und aus vielen verschiedenen Milchprodukten zu sich nehmen, dazu eine heiße Tasse Tee, wühlen die Mutter und die große Schwester wieder in den Schränken, putzen sie und schwatzen und petzen nebenbei, wobei man sagen kann, dass sie dies hauptsächlich tun, über Freunde und Feinde, wobei man dazu sagen kann, dass sie an jeder bekannten Person etwas negatives finden, worüber sie sich dann einig unterhalten.

    Geron denkt dabei an seinen kurzen Traum vorhin als er sich erneut hinlegte.

    Es war wieder der Junge, der von jedem als Versager bezeichnet wird.

    Wieso taucht er in Gerons Träumen auf, was hat das zu bedeuten?

    Geron begegnet den Jungen jeden Tag und meistens wird er von den Leuten nur blöd ausgelacht oder angemotzt. Und was hatte er neulich in der Anstallt zu suchen?

    Geron muss immer an seine scharfen Blicke denken und er kann seine Furcht vor den Jungen einfach nicht erklären, die bei den Gedanken an ihn über ihn kommt.

    Geron lässt sein Teeglas halbvoll liegen und geht in sein Zimmer, was kein richtiges Zimmer ist, sondern ein Raum mit vier Wänden, einem Schrank, ein Schreibtisch, ein Bett und alles andere für das woanders kein Platz gibt.

    Er möchte sich einfach nur hinlegen und an gar nichts denken. Er möchte das Gefühl kennen lernen, wie es ist, wenn man nichts zu bedenken hat.

    Doch dann gibt’s ein Streit zwischen den beiden Schwestern.

    Es ist wie im Theater, denkt sich Geron, aber nur, dass man es nicht mit den Augen sieht, sondern in Gedanken. Würde man das Gedankliche weglassen, wäre es wie ein Radio, nur schade, dass man die Lautstärke nicht einstellen kann, denn er würde sich jetzt gerne entspannen, nichts lieber als das.

    Er legt sich wieder auf den Rücken mit den Blicken an die decke gerichtet, als bräunt er sich in der Sonne, versinkt wieder in Gedanken, die sich fast zu Alpträumen wandeln. Als er die Kraft verliert seine Augen aufzulassen, öffnet er sie doch plötzlich weit auf als er auf einmal Schritte im Zweivierteltakt  hört, von deren Laute man hört, dass es elegante Schuhe sind, vielleicht aus Italien. Hartes Kunststoff was auf hartem Boden knallt und immer lauter werden, wovon man auch so ausgehen kann, dass die Schritte immer näher kommen. „Guten Tag Herr Zeis. Mein Name ist Professor Hermes, ich bin ab heute für sie zuständig.“

     

     

     

    (Sezgino           11.05)

    October 06

    Diana

    Wie gern würd ich unsere Fehler beheben,
    wie gern würd ich dich wieder in die Arme nehmen.
     
    Wie gern würd ich mich an dich lehnen,
    du auf der Bank und ich daneben.
     
    Wie gern würd ich unsere Herzen nebeneinanderlegen,
    so,dass sie für immer zusammenkleben.
     
    Ich will aufhören mich nach dir zu sehnen,
    doch werd für immer nach dir streben.
     
    Ich muss fließen lassen meine Tränen,
    was soll ich nur machen,so ist das eben...
     
    Wie gern würd ich dir wieder begegnen,
    so,dass mein Herz wieder anfängt zu beben.
     
    Wenn wir nochwas zusammen erleben,
    dann lass uns zusammen in den Himmel schweben.
     
    Es strömt Hagel uns entgegen
    und dazu auch noch starker Regen,
     
    doch auf unsere Liebe ist voller Segen,
    nichts davon wird uns gemeinsam aufregen.
     
    Schweb nur mit mir,der Sonne entgegen,
    den Sonnenschein werd ich dir geben,
     
    denn du bist mein Stern,du bist mein Juwel,
    du bist mein Herz,du bist mein Leben.
     
     
     
     
    (Sezgino       2002/03)
    September 19

    In der Nacht

    Ist es die Einsamkeit,die meine Gedanken dazu treibt sich zu bekämpfen?
    In der Nacht treffen sich die Gedanken,
    die sich vom Leben ausgenutzt fühlen,auf dem Schlachtfeld.
    Die Müdigkeit möchte den Streit schlichten,
    weil sie denkt,daß viel Blut fließen wird,doch die Tränen halten sich versteckt.
    Die Müdigkeit hat keine Macht darüber
    und möchte,daß wenigstens die Tränen verschont bleiben.
    Sie versucht auch einige schwache Krieger davon abzuhalten,
    doch haben die Gedanken durch den Rausch kein Zeitgefühl mehr
    und vergessen,daß der Tag auf sie wartet.
    Der Tag würde versuchen die Krieger abzulenken
    oder ihnen eine bezahlte Beschäftigung zu geben.
    Die Müdigkeit bittet den Schlaf um Hilfe und Eile,
    damit sie der Traum in die Hände kriegt,
    doch ist der Schlaf noch sehr weit weg.
    Erinnerungen tauchen plötzlich von hinten auf,
    die an die Verdammnis erinnern,
    und entdecken die Tränen,
    die Kinder der Liebe,die alles mit Furcht mitbekamen,
    und vergewaltigen sie und zwingen sie zu fließen,
    doch kommt ihnen im letzten Moment die Hoffnung zur Hilfe,die vom mächtigen Glauben begleitet wird.
    Das Schlachtfeld wird von deren heldenhaftes Tun überschattet und die Gedanken,
    unter denen sich auch Gefühle gemischt haben,
    erfahren,daß die Helden im Namen der Liebe
    und der Geduld kämpfen;
    die Liebe die frühere geliebte des Glücks,
    die von der Sehnsucht hin und hergerissen ist.
    Die Helden,die ihre Kraft aus der Zeit gewinnen,
    erdrücken die Erinnerungen,retten die Tränen
    und bringen Klarheit in die Situation.
    So ist die Müdigkeit auch froh,
    daß der Schlaf antritt um die Gedanken mit ins Traum zu nehmen.
    Der Tag ist da etwas anders...
     
     
     
    (Sezgino               19.09      02:26)
    September 05

    An Mutter (Gewissen 2003)

    Deine Liebe ist immer für mich da Mutter.
    Mein Herz,liebste Mutter,
    ist von deiner Liebe vollgefüllt.
    Du nanntest mich "die Rose des Hauses" Mutter.
    Wenn ich die Rose bin Mutter,
    dann bist du die Sonne,die mich aufblühen lässt.
    Ich bin die Rose Mutter.
    Die Rose die du sicher aufblühen lässt Mutter.
    Die Rose die du vor Wind und Sturm schützt Mutter.
    Die Rose,Mutter,dessen Geruch dich gesund hält liebste Mutter.
    Aber in Wirklichkeit Mutter...
    ...meine liebste Mutter...
    täusch ich den herlichen Duft nur vor,
    meine über alles liebende Mutter.
    Oh Mutter,wenn ich dich um Verzeihung bitten würde,
    würdest du garnicht wissen wieso Mutter.
    ...Meine allerhübscheste Mutter...
    Ich begehe Sünden so groß wie die Erde Mutter.
    Liebste Mutter,
    meine Nächte werden von wunderschönen Träumen begleitet.
    Ich träume Mutter...jede Nacht...
    meine barmherzige Mutter...
    Davon dass ich dir die Wahrheit sage Mutter.
    Davon träume ich gütige Mutter...
    ...dass die Wahrheit dich glücklich macht,
    liebste Mutter.
    Ich träume davon Mutter,
    dass die Wahrheit dich von den Sorgen befreit,
    meine weichherzige Mutter...
    Dass du meine Antworten auf deine harmlosen Fragen
    so akzeptierst wie sie wirklich sind,
    besorgte Mutter...
    Dass ich in deiner Abwesenheit das tue,
    was ich dir verspreche Mutter.
    Ja Mutter.Im Traum,
    da kann ich dir allemale die Wahrheit sagen.
    Die Wahrheit Mutter,
    die dich wissen lässt wer ich bin,
    meine allerliebste Mutter.
    Ja Mutter.Im Traum kann ich dir ein Sohn sein,Mutter,
    ohne dir einen Sohn vorzuspielen,
    meine gnädige Mutter.
    Es ist ein schöner Traum Mutter.
    Denn dort spreche ich zu dir ohne zu lügen Mutter.
    Ja Mutter,ich spreche die Wahrheit zu dir.
    Selbst ich bin ein wahrhafter Mensch im Traum,
    meine unwissende Mutter.
    Ich bin keine Lüge Mutter.Dort bin ich derjenige,
    den du als deinen Sohn kennst Mutter...
    ...als deine herlich duftende Rose Mutter.
     
    Ist das nicht ein wundervoller Traum Mutter?
    Ein Traum,indem ich nur ein Gesicht,
    ein Herz und eine Seele habe Mutter.
    Ein Traum indem ich überall,an jedem Ort
    meinen wahren Charakter,mein wahres Auftreten
    und meine wahre Kultur beibehalten darf,
    meine einsame Mutter.
    Ich wünschte ich könnte träumen
    ohne aufzuwachen Mutter,
    denn Mutter,ich hasse es
    eine Lüge für dich zu sein Mutter.
    Ich hasse es ein Sohn zu sein,
    den du in wirklichkeit nicht kennst Mutter.
    Ich hasse es Mutter,
    dir die Lügen ins Gesicht zu sprechen,
    liebste Mutter.
    Bitte verzeih Mutter.
    Verzeih,denn ich bin gezwungen zu lügen.
    Mutter ich hasse es zu lügen,aber Mutter,
    ich würde es nochmehr hassen
    dir die Wahrheit zu sagen,
    denn ich bin mir sicher,liebste Mutter,
    du könntest die Wahrheit nicht ertragen.
     
    Oh Mutter dieser wunderschöne Traum.
    Es wird meine Nächte solange begleiten,
    gütige Mutter,bis es in Erfüllung geht Mutter.
    Aber Mutter,
    es ist nicht leicht bewusst im Bett zu liegen Mutter.
    Es ist eine Qual bewusst zu liegen
    und sich an den Traum zu erinnern,liebste Mutter.
    Der Traum wonach ich strebe Mutter.
    Komm jeden Morgen zu mir ans Bett Mutter
    und wisch mir die Tränen vom Gesicht,
    so dass ich ein Gefühl des Träumens habe Mutter.
    Wisch mir die Tränen vom Gesicht.
    Die Tränen,die aus meinem glühenden Herzen fließen.
    Die Tränen,die dir zeigen sollen Mutter,
    dass ich dich über alles liebe,liebste Mutter.
    Dass ich dich über alles liebe.
     
     
     
    (Sezgino                   2003)
     
    August 21

    Der Spaziergang

    Es ist nur eine leere dunkle Gasse,die in den Park führt.
    Keine Menschenseele außer gewöhnliche Kleintiergeräusche,
    die die Umgebung durch Summen oder rascheln von trockenen Blättern lebendig halten.
    Von der toten,schweren Straße,auf deren harten Asphalt meine Füße keine bequeme Pause einlegen könnten,
    führt der dunkle,mit schotter belegte Pfad,auf den mein zu laut raschelndes Gehen,dass sich anhört wie das Zerreißen eines Kartons,dass die Amseln von ihrem Platz verscheucht,in den Park wo Bäume und vom Frühlingswind verwehte Blüten auf mich warten.
     
    Dort angekommen kann man denken,dass die abgefallenen weißen Blüten,bei dem ich einen Moment stehnblieb und sie beobachtete,im dunkeln mit Hilfe des Mondlichtes schon fast leuchteten.
    Ich fragte mich ob die Blüten freiwillig verstreut sind....??
    Ist es gut für sie,dass sie verstreut und frei sind oder wären sie doch noch lieber am Mutter Kirschbaum??..
    Jedenfalls war es eine klare angenehme Nacht...
    Ich ging neben den Bäumen umher und sah nach oben zum Mond,der sehr kräftig und weise zu sein schien.
    Der Herrscher über die Nacht??
    Die schattenhaften Umrisse der Baumspitzen waren am Himmel sehr klar gekennzeichnet..BILDHÜBSCH!!
     
    Als rief er um Hilfe.Ein Baum,den man ansehn konnte,dass er schon einiges durchgemacht hat.
    Ist er freiwillig hier??Wieso nicht im Regenwald oder irgendwo anders??
    Hält man ihn hier im Park gefangen???Vielleicht fühlt er sich ausgenutzt und missbraucht??
    Ein Koloss gleich neben den Gehweg.Vielleicht hat er es satt eine billige Atraktion zu sein für Menschen,
    die sich gerne im Park aufhalten und Sauerstoff einatmen.Oder ist der Baum doch frei und zufrieden??
     
    Ich folgte weiter den Weg,wobei ich mich zwar vereint gefühlt hab,wobei ich mir aber auch etwas fremd vorkam.Am Rande des Weges an der Wiese entdeckte ich ein kleines Maiglöckchen...
    Kraftlos,einsam und traurig.Ich hockte zu ihr runter um ihr näher zu kommen.
    Sowas unschuldiges hier ganz allein mit der Gefahr lebend,dass jederzeit ein Köter eines Sauerstoffatmenden sie zertrampeln könnte.So spielte ich mit den Gedanken sie mitzunehmen,doch dann dachte ich,dass sie hier im Park unter Pflanzen besser aufgehoben ist,mit der Hoffnung,dass sie kein Köter zertrampelt.
     
    Es ist eine ziemlich entspannte Atmosphäre,doch auch unheimlich still.
    Ich fühle mich beobachtet von Bäumen,von Schatten,von Sternen und den Herrscher der Nacht,
    vor dem ich ungeheuren Respekt habe.Ein mächtiger König.Eine Ausstrahlung voller Energie,Spannung und Weisheit...
     
     
     
     
     
    (Sezgino                           Spaziergang 2004/Text: 2005 )
     

    Gutenacht-Geschichte für Kinder

    Traum
     
    Die Nation schlief,
    während ich rauslief
    und eine Taube rief,
    die zu den Feen flog
    mit einem Brief.
     
    Hände gebunden mit Drähte,
    so dann ich sie anflehte
    mit einem Brief voller Gebete,
    indem ich Geister verschmähte.
     
    Taube flog durch den Regen
    mit den Brief voller Segen
    um den Feen zu begegnen,
    damit sie sich zu mir begeben.
     
    Eine Fee kam in der Helle,
    erlöste mich auf der Stelle,
    löste Hände von der Schelle
    und wieder weg auf die Schnelle.
     
    Vom Traum erwacht
     
    Erwarte das Gerechte,
    Zeiten gegen böse Mächte,
    ob Gute oder Schlechte,
    dunkel sind doch alle Nächte.
     
    Durch die Nacht eine Reise,
    bewege mich sehr leise
    um zu hören die Beweise,
    doch höre ich nur eine Meise.
     
    Doch dann hörte ich einen Spuk
    und dann wie mich etwas schlug.
    Als wär das dann nicht genug
    sah ich die Fee bei ihren Flug.
     
    So nahm sie mich an der Hüfte,
    hob mich in die weiten Lüfte,
    so dann ich auch verblüffte
    als ich roch von herliche Düfte.
     
    Denn ich kam an im Wunderland,
    geschaffen wie vom Wunderhand,
    war froh,daß sie´s runter fand,
    so dann unten rumgerannt.
     
    Die Erde weich wie Butter,
    alle Häuser aus Zucker,
    für mich das leckerste Futter,
    sogar besser als bei Mutter.
     
    Nun ging die Sonne unter.
    Von der wurd ich frisch und munter.
    Der Himmel wurde immer Bunter,
    Sterne fielen zu mir herunter.
     
    So blieb nur noch der Mond,
    dort hät´ich gern gewohnt.
    Von mir wird er nicht verschohnt,
    so flog ich mit den Tauben hoch
    und der Flug wurde so belohnt.
     
    Dass ich mal auf den Mond fliege...
    lege mich dort auf die Liege,
    keine störende Fliege...
    ..die schönste Nacht die ich kriege.
     
     
    haha..
    lustigggg...
     
     
    (Sezgino  21.08                  11:33)
    August 01

    Mein Schatten

    Unzählige Blicke verfolgen meine geschmeidige Schritte am Tage.
    Die Strahlen der Sonne zwingen mich in diesem Chaos zu überleben und lassen mich herumirren auf der verdreckten Erde die einst so wohltuend und frisch war. Schritt für Schritt lerne ich unsern Planeten kennen und doch ist mir meine Umgebung überall so fremd.Bis zum Ende des jeden Tages werde ich um hundertachtzig Grad gedreht und es fängt von vorne an. Wie ein in der Wüste reisender Nomade auf eine Oase trifft,treff ich hin und wieder auf einen Baum,mit deren Schatten ich mich vereine.Den Kummer der sich in mir unterwegs ansammelt, lass ich an den jesuitischen Ästen des Baumes hängen und ziehe mit böse Erwartungen weiter durch die Helligkeit.
    Wann kommt endlich die Nacht mit der ich verschmolzen werde??
    Die Nacht die mich erlöst und umarmt wie sonst Mutter...
     
     
     
    (Sezgino 28.07.05        00:33)
    July 12

    Der verlorene Ritter

    Ich bin ein verlorener und von Gott verlassener Ritter, der von armseligen Dorfleuten aufgenommen wurde.
    Seit jener Zeit grabe ich mit einigen Männern des Dorfes nach Wasser und habe vor eine Wassermühle zu bauen, die die trockene Erde und die Menschen hier sehr nötig haben.Nach der letzten sinnlosen Schlacht und der Niederlage fand ich hier den Frieden.Ein Frieden weit entfernt von der Schlacht,weit entfernt vom König,weit entfernt von Dienern,Rittern und Baronen.Gemüse und Früchte werden geschlachtet statt in den Wahn getriebene Krieger die ihre Gemahlinnen und Kinder, auf Befehl des vom Macht besessenen Königs,im Reich des Bösen allein ließen.Ich habe das Blut der Mörder durch Wasser ersetzt.
     
    Ein Weisenkind der auf den Namen Gabriel hörte,fragte mich eines Tages
    ob ich so etwas vollbringen könnte wenn mich Gott nicht geliebt hätte...
     
     
     
    (Sezgino, 12.07.           03:48)
    June 06

    Es steht beschrieben

    Es steht Beschrieben.Die unendliche Fragen die sich der verzweifelte Krieger von Gedanke sich auf dem Schlachtfeld fragt.Es steht beschrieben.Unendliche Seiten.Tausende von unbeantworteten Fragen.Vergessene und nicht Vergessene.Vom Bewußten und Unbewußten.Das wahre Gesicht der Wirklichkeit.Alles ausführlich erklärt.Es Steht beschrieben.Tausende von Seiten.Weiß auf weiß.

     

    (Sezgino   05.06.        05:11)

    June 03

    Wer bin ich?

    Ich wache auf in meiner Villa als König,nachdem ich geträumt hab ich wär ein Obdachloser, liegend in einer dunklen gasse mit Zeitungen bedeckt. Im Traum träumte ich, daß ich als ein König in einer Villa aufwachte,nachdem ich geträumt hatte ich wär ein Obdachloser der einschlief und davon träumte ein König zu sein.

     

    (Sezgino  03.06.      02:40)

    May 11

    Meine Gefangenschaften

    Ich möchte dich nicht länger festhalten können du lebensfreudige Disziplin des gefangenen Geistes.

    Du liebevolle Gerechtigkeit dir ich endlich deine Reise durch die Welt geben will.

    Du Kraft Gottes in mir.Bald Findest du, so Gott will, deine Freiheit außerhalb meines Schädels.

    Austoben sollst du dich,in die Menschheit du Neugier die die Seele füttert.

    Du Sehnsucht nach dem wohlriechenden duft des Lebens sollst gestillt werden,auch weit der Fantasie entfernt.

    Hoffnung sollst du finden meine hoffnungslose Vision des Glücks, die Trauer schafft.

    Du mit Liebe vollgefülltes Herz sollst aufgehen wie die Sonne am beginn des Tages.Die Strahlen der Liebe sollen den ganzen Universum erhellen,du Weisenkind der Seele.

    Friede sollst du finden du unschuldiger Gedanke,der in die Schlacht getrieben wird.

    Du beflügelte Fantasie sollst dich mit dem Realen befreunden,der dich auf deinem steinigen Weg begleiten möchte.

    Du Gottes Wunderwerk vom Körper sollst dich verschmelzen mit dem Geist,der dir wohlbefinden verspricht...

     

    (Sezgino,  11.05.        02:28                            Fortsetzung folgt...(vielleicht)